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Die Konservendose wurde bereits im Jahr 1810 patentiert.

Blöd nur, dass der Dosenöffner 60 Jahre später erfunden wurde.

Heute dagegen haben wir andere Probleme mit der super praktischen Büchse.

Konservendosen werden innen beschichtet, damit das Blech nicht korrodiert. Dieses Innenmaterial hat jedoch auch Nachteile: Es enthält meist die Chemikalie Bisphenol A (BPA). Diese ist in vielen Alltagsgegenständen enthalten, beispielsweise in Schnullern und Kassenbons. BPA wird höchst kritisch betrachtet, denn es wirkt wie das weibliche Hormon Östrogen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnt bereits bei geringen Konzentrationen vor gesundheitlichen Schäden. Laut dem Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) stehen Beschichtungssysteme ohne die Chemikalie allerdings nur sehr begrenzt zur Verfügung.

Wir sind in der Lage, Ihnen BPA-Free (BPA-NIA) zu liefern

Wer die Dose erfunden hat?

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden das Einkochen von Lebensmitteln und das anschließende luftdichte Verschließen als Konservierungsmethode entdeckt.

Zu den Vorreitern gehörte der Franzose Nicolas François Appert, der im Auftrag Napoleons die Hitzesterilisation erfand. Damals benutzte er noch Glasgefäße, die allerdings empfindlich waren und schneller zu Bruch gingen.

Der englische Kaufmann Peter Durand griff die Methode des Einkochens auf und verschloss die Lebensmittel in luftdichten Weißblechverpackungen. Am 25. April 1810 patentierte er diese Vorgehensweise.

So positiv das Resultat war, so schwierig war es jedoch, wieder an den Inhalt heranzukommen. Der Dosenöffner ließ noch lange Zeit auf sich warten, weshalb die Dose mit Hammer und Meißel geöffnet werden musste.

Über den Lauf der Jahrzehnte entwickelte sich die Dose stets weiter und wurde ständig verbessert – bis zur praktischen und hochmodernen Weißblechverpackung unserer Tage, die dank Aufreißdeckel häufig noch nicht einmal mehr einen Dosenöffner benötigt.

 

Warum sich so viele Menschen für Dosen erwärmen?

Ganz gleich, ob Sie ein Fertiggericht oder einzelne Gemüsesorten aus der Dose zubereiten möchten: Alle Produkte sind bereits schonend vorgegart. Sie müssen die Lebensmittel nur noch einmal kurz erwärmen, bevor sie verzehrfertig sind. Das spart viel Energie, da sie nicht minutenlang auf voller Flamme kochen müssen. Noch schneller als im Topf, geht die Zubereitung mit der Mikrowelle: Einfach den Inhalt der Lebensmitteldose auf einen mikrowellengeeigneten Teller geben, abdecken, einschalten – und nach nur wenigen Minuten genießen.

Weshalb Dosen Energie sparen?

Hätten Sie gedacht, dass Sie mit Lebensmitteldosen Energie sparen können? Denn eine Dose kann man ohne Kühlung bis zu drei Jahre lang lagern. Ein großer Vorteil im Vergleich zu tiefgekühlten Produkten, die im Haushalt viel Energie verschlingen sowie die Stromkosten in die Höhe treiben. Wer die Tiefkühltruhe aussteckt und stattdessen Lebensmittel aus Dosen bevorzugt, kann bis zu 1015 kWh einsparen – das entspricht ca. 150 Euro. Ein weiterer klimafreundlicher Effekt: Da Dosen bei Zimmertemperatur gelagert werden, benötigen Sie keine übermäßige Energie zum Erwärmen des Inhalts.

 

Wieso Dosen auch geöffnet aufbewahrt werden können?

In Deutschland hergestellte Weißblechdosen sind mit einer modernen Innenbeschichtung aus geschmacksneutralem Kunststoff versehen, die hochelastisch und widerstandsfähig ist. Beschichtete Dosen, die bereits geöffnet wurden, müssen nicht umgefüllt werden. Es genügt, die geöffnete Dose mit ihrem Deckel oder einer Frischhaltefolie abzudecken. So kann die Dose getrost bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Lebensmittel aus un- oder teilbeschichteten Dosen, die nicht sofort nach dem Öffnen verbraucht werden, sollte man hingegen in ein geeignetes Vorratsgefäß umfüllen.

 

Warum sogar Dellen einer Dose nichts anhaben können?

Lebensmitteldosen werden innen mit einer Kunststoffschicht bezogen – dadurch kommt der Doseninhalt nicht mit dem Weißblech in Berührung. Diese vollkommen geschmacksneutrale und hochelastische, meist weiße Innenbeschichtung verkraftet mühelos Verformungen, Schläge sowie Stöße und gibt auch Dellen nach. Somit ist es absolut unbedenklich, Dosen mit Dellen zu verwenden.

 

Wie eine Dose im Handumdrehen geöffnet ist?

Die neueste Dosenöffner-Generation der Kantenfrei-Dosenöffner ermöglicht ein einfaches und sicheres Öffnen der Dose. Dabei wird der Dosendeckel entlang des äußeren Dosenrandes abgetrennt, so dass der Deckel ganz leicht komplett abgenommen werden kann – und das alles ohne scharfe Kanten. Zum Wiederverschließen können Sie den Deckel einfach auf die Dose legen. Ganz ohne Dosenöffner geht es mit Dosen, die einen Vollaufreißdeckel besitzen: Eine am Dosendeckel angebrachte Öffnungslasche ermöglicht ein leichtes Öffnen der Dose.

Herstellung

Lebensmitteldosen bestehen aus Weißblech. Das ist hauchdünner Stahl, der optimale Verpackungseigenschaften besitzt.

Aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse der Verbraucher gibt es Dosen in allen erdenklichen Größen und auch in unterschiedlichen Formen. Eine klassische Lebensmitteldose besteht aus 3 Teilen: Rumpf, Boden und Deckel. Sie wird typischerweise mit einem Dosenöffner geöffnet. Heute werden aber auch immer mehr Dosen mit Vollaufreißdeckeln oder mit leicht abziehbaren Folien ausgestattet, die den Dosenöffner überflüssig machen.

  • Die Herstellung der Dose beginnt mit dem Zuschneiden der Blechstücke, den sogenannten Zargen. Eine Maschine formt Zarge für Zarge zu Rümpfen und schweißt deren Nähte.
  • Damit die nur etwa 0,14 mm dünne Blechwand ein Höchstmaß an Stabilität erhält, wird sie mit Sickenprofilen versehen. Bei den Sicken handelt es sich um enge, umlaufende Rillen in der Dosenmitte.
  • Nach dem Sicken erfolgt das Auffalzen des Bodens.

Die fertigen Dosen müssen in einem Test unter Druckluft ihre Dichtigkeit beweisen. Dank elektronischer und optischer Kontrolltechniken ist der Qualitätsstandard stets gleich bleibend hoch. Erst nach eingehender Qualitätskontrolle gehen die Verpackungen an die Lebensmittelindustrie.

Dort werden sie befüllt und der Deckel wird, genau wie schon der Boden, aufgefalzt.

Haltbarkeit

Lebensmittel in Dosen sind im Vergleich zu anderen Lebensmitteln sehr lange haltbar. Dies liegt jedoch nicht an dem Zusatz von Konservierungsstoffen, sondern lässt sich ganz natürlich auf die schützende Verpackung Weißblech und einen haltbarmachenden Erhitzungsschritt zurückführen.

Die häufigsten beiden Verfahren der Haltbarmachung von Lebensmitteln in der Dose sind Pasteurisation und Sterilisation.

Die Sterilisation stellt die vollständige Inaktivierung von Mikroorganismen und Enzymen sicher. Sie eignet sich für Lebensmittel ohne eigene Schutzmechanismen, zum Beispiel Bohnen, Erbsen oder Fleisch- und Wurstwaren. Die Erhitzung auf über 100°C erfolgt in einem Autoklaven (Druckbehälter) – ähnlich wie in einem Schnellkochtopf.

Die Pasteurisation kommt bei Produkten mit hohem eigenen Zucker- bzw. Säuregehalt zum Einsatz, der das Wachstum von Mikroorganismen schon von selbst einschränkt. Sie dient der Haltbarmachung von Konfitüren, Obst und Sauergut. Die Hitzebehandlung bei Temperaturen von 70-95°C erfolgt mittels Durchlaufpasteurisatoren im Wasserbad mit Dampf- oder Berieselungsdüsen.

Dem Erhitzungsvorgang folgt stets ein rasches und intensives Kühlen, um unkontrolliertes Nachgaren zu verhindern. Zusammen mit der schützenden Metallhülle sorgt die Wärmebehandlung dafür, dass Lebensmittel in Dosen mindestens drei Jahre lang so frisch bleiben, als wären sie gerade erst abgefüllt.

Befüllung

So abwechslungsreich der Inhalt von Dosen ist, so verschieden ist die Produktion der einzelnen Lebensmittel. Daher wird im Folgenden beispielhaft der Weg der Erbse vom Feld in die Dose beschrieben.

Nur Gemüse, das aus kontrolliertem Vertragsanbau stammt, ist für eine Karriere in Dosen vorgesehen. Erst im optimalen Reifezustand und somit erst im Vollbesitz des gesamten Vitaminvorkommens, werden die Erbsen geerntet. Noch auf dem Feld lösen Maschinen die Erbsen aus den Schoten, dann geht es in den Abfüllbetrieb.

Die Abfüllbetriebe liegen in nächster Nähe der Felder – so vergeht nur wenig Zeit bis zur Verarbeitung der Erbsen. In Qualitätskontrollen gelangt nur einwandfreie Ware in die Siebanlage, wo die Erbsen nach Feinheitsgraden sortiert werden, so dass sich später immer nur Erbsen derselben Größe in einer Dose befinden.

Nach gründlichem Waschen werden die Erbsen kurz blanchiert und in die Lebensmitteldosen gefüllt. Dies alles geschieht in der Regel nur 3 Stunden nach der Ernte! Ist der Dosendeckel erst einmal geschlossen, erwartet die Erbse ein entscheidender Vorgang:
Die Haltbarmachung. Hierbei wird die luftdicht verschlossene Dose kurzzeitig auf mehr als 100° C im Druckbehälter erhitzt. Dieser Prozess verschafft Lebensmitteln aus Dosen eine Haltbarkeit von mehreren Jahren. Der Zusatznutzen: Das Gemüse ist so schon schonend vorgegart, wichtige Vitamine und Nährstoffe bleiben erhalten und die Erbsen müssen zum Verzehr zuhause nur noch kurz erwärmt werden.

Zum Haltbarkeitsprozess gehört auch der Kältekanal. Durch das rasche Abkühlen nach der Erhitzung wird ein Nachgaren verhindert – so haben alle Erbsen aus der Dose immer die gleiche Konsistenz und den gleichen guten Geschmack.

Zum guten Schluss fehlt nur noch das Etikettieren und die Dosen können sich auf den Weg zum Verbraucher machen!


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